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Kristina Hagewald KVP Real Estate Consulting
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Hochhausleitbild Berlin

Vertikale Resilienz

Hochhäuser sind mehr als Höhe. Sie können Orte sein, die Menschen stärken – ökologisch autark, sozial tragfähig und wirtschaftlich tragbar. Ein Prototyp für Berlin und für Städte, die weiterdenken wollen.

Kristina Hagewald · Real Estate Project Managing Partner (M. A.) ESG · Resilienz · Healing Architecture Berlin
3.897.145 Einwohnerinnen und Einwohner zählte Berlin zum Jahresende 2024 – rund 19.000 mehr als im Vorjahr.
20.000 neue Wohnungen pro Jahr sind das erklärte Ziel des Senats, davon bis zu 5.000 Sozialwohnungen.
1.730 geförderte Sozialwohnungen wurden 2022 tatsächlich fertiggestellt – nur jede zehnte neue Wohnung.
2045 ist das gesetzlich verankerte Jahr, in dem Berlin klimaneutral sein will. Zwischenziel: −70 % CO₂ bis 2030.
Porträt von Kristina Hagewald
Kristina Hagewald Managing Partner · KVP Real Estate Consulting

Kurzvorstellung

Zwischen Herkunft und Haltung

Geboren in den Weiten Russlands, in einer Stadt, die mein Urgroßvater einst mitgegründet hat, führte mich mein Weg 1999 als Wolgadeutsche zurück nach Deutschland.

Diese Reise war mehr als nur eine Veränderung des Wohnorts; sie war eine Metamorphose, die mir früh Selbstständigkeit und Eigenverantwortung lehrte. Heute bin ich ein leidenschaftlicher Real Estate Project Managing Partner (M. A.) mit Schwerpunkt nachhaltige Stadtentwicklung.

„Ziel ist nicht nur, ein Gebäude zu entwickeln, sondern eine neue urban-ökonomisch-kulturelle Haltung.“

Einblicke aus der Praxis

Kurzfilm · Forschungsmethode

Hochhäuser in Berlin, erklärt

Ein Kurzfilm von rund viereinhalb Minuten – nicht als Beiwerk, sondern als eigenständige Forschungsmethode neben der schriftlichen Arbeit. Er verbindet zwei Welten, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen: Schamanismus und Hochhausplanung.

Kristina Hagewald am Alexanderplatz vor der Baustelle des Alexander Tower Hochhäuser in Berlin: Alexander Capital Tower erklärt Film auf YouTube ansehen · rund 4:30 Minuten

Der Film öffnet in einem neuen Fenster auf YouTube. Diese Seite bindet kein Video ein und stellt von sich aus keine Verbindung zu Google her – das Vorschaubild liegt auf unserem eigenen Server.

Fünf Fragen, die der Film beantwortet

Reine Fachtexte stoßen an Grenzen, wenn es darum geht, eine Lücke im System erfahrbar zu machen. Bilder, Musik und persönliche Ansprache erreichen Menschen auf einer anderen Ebene.

01

Was ist ein Hochhausleitbild?

Einführung ins Thema: warum Regeln und Prinzipien überhaupt gebraucht werden, damit sich Anforderungen formulieren und umsetzen lassen.

02

Warum braucht Berlin ein neues?

Der Kontext am Beispiel des früheren Monarch Tower – Leitbild, strategische Stadtentwicklung und Planungssicherheit zusammengedacht.

03

Welche Anforderungen muss es erfüllen?

Die Forschungsfrage: ökologisch erneuerbare Energie und naturnahe Innenräume, ökonomisch Planungssicherheit für Gesellschaft und ESG-Investoren, sozial die Menschen selbst.

04

Was bewirkt ein Hochhausleitbild in uns?

Der unbewusste Konflikt: ein Leitbild, das nicht länger Symptome verwaltet, sondern an der Ursache ansetzt – und dabei wirtschaftlich tragfähig bleibt.

05

Euer schönstes Hochhausleitbild?

Ein zeitlicher Perspektivwechsel: erzählt, als wäre die Zukunft bereits Gegenwart und unsere Gegenwart die Vergangenheit.

Projektanfrage

Drei Wege der Zusammenarbeit

Vom Vortrag über die Projektberatung bis zum gemeinsamen Reallabor – jede Form beginnt mit derselben Frage: Was macht ein Gebäude für die Menschen darin wirklich wertvoll?

01

Vorträge & Keynotes

Für Immobilienunternehmen, Verwaltungen, Hochschulen und Fachkonferenzen – wissenschaftliche Tiefe verbunden mit emotionaler Wirkung, gesellschaftlicher Relevanz und persönlicher Erfahrung.

  • Der SchamAnen Tower: Ein Prototyp Hochhausleitbild für Berlin
  • Nachhaltige Resilienz als Stadtentwicklungsstrategie
  • Hochhäuser als Zukunftslabor – von ESG zu Resilienz
  • Healing Architecture & Bewohnbarkeit der Stadt
  • Räume, die Menschen stärken – Natur, Technik und Bewusstsein
02

Konzept- & Projektberatung

Begleitung von Projektentwicklern, Investoren, Kommunen und Architektenteams bei Hochhäusern, Quartieren und sozialen Stadtprojekten.

  • ESG & Regenerative Development – von der Konformität zur kraftvollen Wirkung
  • Vertikale Resilienz – Gebäude, die Menschen stärken: sozial, ökologisch, wirtschaftlich
  • Healing Architecture – Stressreduktion, Gesundheit und Gemeinschaft durch mutige Raumgestaltung
  • Urban Governance – neue Partnerschaften mit öffentlicher Hand, Wissenschaft, Versicherungen, Stiftungen
03

Kooperationen

Interdisziplinäre Projekte, die Stadtentwicklung, Gesundheit, Nachhaltigkeit, Kultur und Forschung zusammenführen – mit Städten, Hochschulen und Investoren.

  • Forschungs- und Pilotprojekte
  • Lehre, Workshops & transformative Lernformate
  • Stadtlabore für gesunde Architektur und soziale Resilienz
  • „Vertikale Resilienz“ als Studienmodul oder Stadtstrategie
  • Der SchamAnen Tower als Modellprojekt für Berlin

Beschlossen am 25. Februar 2020

Das Berliner Hochhausleitbild

Ein stadtplanerisches Rahmenkonzept mit zehn Planungsgrundsätzen. Es gilt für Gebäude, die ihre Nachbarschaft um mehr als 50 % überragen, und dient in Bebauungsplanverfahren als Abwägungsdirektive.

Das Leitbild setzt übergeordnete Vorgaben und Qualitätsstandards, damit neue Türme städtebaulich verträglich, architektonisch hochwertig und zukunftsfähig entwickelt werden. Zentral ist dabei, dass Hochhäuser einen Mehrwert für die Allgemeinheit bieten und sich ins Stadtbild integrieren. Bei jeder Planung sollen die soziale Nutzung vor Ort, die Infrastruktur, das Stadtklima und die Beteiligung der Nachbarschaft berücksichtigt werden.

Räumlich konzentriert sich Berlin auf fünf Hochhaus-Cluster. Außerhalb dieser Bereiche sollen Türme nur im Ausnahmefall entstehen. Durch die Bündelung und klare Qualitätsvorgaben erhofft sich die Stadt eine flächensparende Innenverdichtung und neuen Wohnraum an gut erschlossenen Knotenpunkten.

Breitscheidplatz · City West Potsdamer Platz Alexanderplatz Europaplatz · Hauptbahnhof Lichtenberger Arena

Höhe allein schafft keine Dichte

Menschen pro Hektar im Vergleich – die Zahlen relativieren den vermeintlichen Vorteil bloßer Höhe.

Geschlossene Blockbauweise mit Hinterhöfen 322
Hochhäuser mit zehn bis elf Geschossen 319
Sehr hohe Türme über elf Geschosse 315

Der Unterschied zwischen der niedrigsten und der höchsten Bauweise beträgt weniger als zwei Prozent. Dichte allein ist kein Garant für Wohnraumversorgung.

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Als Steuerungsinstrument wird das Leitbild grundsätzlich geschätzt, bislang wurde jedoch kaum ein großes Hochhausprojekt tatsächlich nach diesen Vorgaben realisiert. Anfang 2023 befanden sich laut Senatsverwaltung etwa 50 Hochhaus-Projekte in Planung, davon fünf über 100 m Höhe – fertiggestellt wurde noch keines unter Anwendung des Leitbilds.

Der seit 2023 amtierende Senat hat angekündigt, das Hochhausleitbild zu evaluieren und weiterzuentwickeln; perspektivisch soll ein umfassender Hochhausentwicklungsplan entstehen. Gleichzeitig wird eine markantere Skyline gefordert und über flexiblere Bauregeln diskutiert.

Kritiker wie der Berliner Mieterverein wenden ein, dass Hochhäuser aufgrund hoher Baukosten kaum bezahlbaren Wohnraum bringen können. Oft entfällt über die Hälfte der Flächen auf Büros oder Gewerbe, während weniger als ein Drittel als Wohnungen geplant ist. Je höher ein Gebäude, desto teurer der Bau; zur Refinanzierung werden häufig luxusorientierte Nutzungen gewählt, was soziale Wohnkonzepte erschwert.

Das Leitbild versucht dem zu begegnen, indem es Mischnutzungen vorgibt – beispielsweise mindestens 30 % Gemeinwohlflächen in vorwiegend gewerblichen Türmen – und den öffentlichen Mehrwert betont. Auch diese Vorgabe wird kontrovers diskutiert, da hochpreisiger Wohnraum selbst bei Quoten nicht automatisch zu sozialverträglichen Mieten führt.

Zusammenfassend ist das Hochhausleitbild 2020 ein wichtiger Schritt, um Hochhäuser in Berlin nachhaltiger und städtebaulich verträglicher zu gestalten. Es liefert einen Rahmen aus Zielen – Nachhaltigkeit, Gemeinwohlorientierung, Partizipation – und Verfahren. Zugleich bleibt die Umsetzung dieser Ansprüche eine Herausforderung.

Literaturverzeichnis · Hochhausleitbild
  • Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen (2020): Hochhausleitbild für Berlin – Impulse für die wachsende Stadt. berlin.de, Aufruf am 30.09.2025.
  • Senat Berlin (2023): Koalitionsvertrag 2023–2026: Das Beste für Berlin. berlin.de (PDF), Aufruf am 30.09.2025.
  • Berliner Mieterverein e. V. (2024): Berlin will hoch hinaus – Hochhausleitbild vor dem Fall? berliner-mieterverein.de, Aufruf am 30.09.2025.

Nachhaltige Stadtentwicklung

Der Dreiklang, der Berlin leitet

Integrierte Planung und Gestaltung von Städten unter gleichzeitiger Berücksichtigung ökologischer, ökonomischer und sozialer Ziele.

Ökologisch

Klimaschutz, Ressourcenverbrauch und Umweltqualität. Berlin hat sich gesetzlich verpflichtet, bis 2045 klimaneutral zu sein; das Klimaschutz- und Energiewendegesetz verankert −70 % CO₂ bis 2030 und erklärt Klimaschutz zur Daueraufgabe.

  • Energieeffizienz im Gebäudebereich, geförderte Neubauten und Sanierungen
  • Solarenergie, Gründächer und klimagerechte Gestaltung
  • Anpassung an Starkregen und Hitze
  • Naturschutz, ÖPNV-Ausbau und Radverkehr

Ökonomisch

Eine widerstandsfähige Wirtschaft, die langfristig tragfähig ist und gute Beschäftigung sichert, ohne die Lebensgrundlagen zu zerstören. Wachstum wird gefördert, aber qualitativ gesteuert.

  • Investitionen, die auch künftigen Generationen nutzen
  • „Berliner Modell“ der kooperativen Baulandentwicklung
  • Private Dynamik für Gemeinwohlziele nutzen
  • Diversifizierung und Resilienz der Wertschöpfungsketten

Sozial

Gerechte Lebens- und Teilhabechancen für alle Bevölkerungsgruppen. Bezahlbares Wohnen steht weit oben auf der Agenda, ebenso der Ausbau sozialer Infrastruktur in wachsenden Quartieren.

  • Schulen, Kitas und Gesundheitseinrichtungen mitdenken
  • Quartiersmanagement und Beteiligungsverfahren im Kiez
  • Milieuschutz und kommunale Vorkaufsrechte
  • Angestrebt: 5.000 neue Sozialwohnungen pro Jahr
Klimaschutz, Wirtschaftsentwicklung und Sozialpolitik sollen Hand in Hand gedacht werden.
Literaturverzeichnis · Stadtentwicklung
  • Senat Berlin (2023): Koalitionsvertrag 2023–2026: Das Beste für Berlin. berlin.de (PDF), Aufruf am 30.09.2025.
  • Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr, Klimaschutz (o. J.): Ziele und Grundlagen der Klimaschutzpolitik in Berlin. berlin.de, Aufruf am 30.09.2025.
  • Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Umwelt- und Naturschutzamt (o. J.): Nachhaltigkeitsziele. berlin.de, Aufruf am 30.09.2025.

Rahmenbedingungen Berlin

Wachstum, Klimaziele, knappe Kassen

Der anhaltende Bevölkerungsanstieg verschärft den Druck auf den ohnehin knappen innerstädtischen Wohnraum – bei gleichzeitig ambitionierten Klimazielen und angespannter Haushaltslage.

Waage und Richterhammer auf einem Schreibtisch
Zwischen Bauverpflichtung, Vertragsstrafe und Rückkaufrecht: der Fall Alexanderplatz.

Der Senat bekennt sich zur Nutzung der Baugebietskategorie „Urbanes Gebiet“ für flexible, dichte Wohnformen. Dieses 2017 ins Baugesetz eingeführte Gebiet erlaubt eine Mischung von Wohnen und Gewerbe bei höheren Lärmgrenzwerten – ideal für urbane Quartiere und eine effizientere Flächennutzung.

Hochhäuser werden dabei als ein Baustein gesehen, um den Wohnungsneubau voranzubringen, aber nicht um jeden Preis. Das Ziel bleibt: bis zu 20.000 neue Wohnungen pro Jahr, davon bis zu 5.000 Sozialwohnungen, also rund 25 % aller Neubauwohnungen.

Die Realität zeigt eine deutliche Lücke: 2022 wurden lediglich etwa 1.730 geförderte Sozialwohnungen fertiggestellt. Berlin plant daher, die Förderkonditionen zu verbessern – die Fördermittel für sozialen Wohnungsbau werden auf 1,5 Mrd. € jährlich verdoppelt – und notfalls über die landeseigenen Wohnungsunternehmen selbst als Bauherr aufzutreten.

Die Politik setzt auf soziale Durchmischung in neuen Quartieren und will verhindern, dass ganze Areale als Luxusenklaven entstehen. Am Alexanderplatz sollen keine reinen Luxuswohnungen mehr gebaut werden.

Der Fall Alexanderplatz

Ursprünglicher Plan

150 Meter, 377 Luxus-Apartments

Auf dem Grundstück am Alexanderplatz war ein Wohnturm geplant. Investor war die russisch-armenische Monarch Group.

2022

Stillstand auf der Baustelle

Aufgrund geopolitischer Entwicklungen wurde das Kapital des Investors in Europa eingefroren, die Baustelle kam zum Erliegen.

April 2022

Vertragsstrafe von 5 Mio. €

Der Senat verhängte die Strafe wegen Nichteinhaltung der Bauverpflichtungen.

Danach

Erhöhung auf 10 Mio. € und Zwangsvollstreckung

Da nicht gezahlt wurde, erhöhte der Senat die Strafe und leitete ein Zwangsvollstreckungsverfahren ein.

Heute

Prüfung des Ankaufsrechts

Gemäß Kaufvertrag könnte Berlin das Areal zum Verkehrswert von 2019 zurückkaufen. Die Finanzverwaltung betont das hohe Interesse an einer schnellstmöglichen Bebauung.

Was als Problem begann, kann zur Chance werden: ein städtisches Hochhausprojekt mit Vorbildcharakter an prominenter Stelle.
Literaturverzeichnis · Rahmenbedingungen
  • Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (2024): Einwohnerbestand in Berlin – Grunddaten. statistik-berlin-brandenburg.de, Aufruf am 30.09.2025.
  • Böldt, D. (2023): Auch bei Sozialwohnungen: Berlin verfehlt Neubauziel im Jahr 2022 deutlich. Tagesspiegel, 26.05.2023. tagesspiegel.de, Aufruf am 30.09.2025.
  • May, I. (2023): Russischer Eigner: Senat prüft Rückkauf des Alexander Towers. Berliner Morgenpost, 27.12.2023. morgenpost.de, Aufruf am 30.09.2025.

Prototyp · SchamAnen Tower

Vertikale Resilienz

Welche ökologischen, ökonomischen und sozialen Anforderungen muss ein Hochhausleitbild erfüllen, damit es als strategisches Planungsinstrument zur resilienten Stadtentwicklung in Berlin beiträgt?

Luftbild des Alexanderplatzes mit dem geplanten runden Turm
Der Standort am Alexanderplatz mit dem Entwurf des Turms – zwischen Fernsehturm, Bahnhof und Baustelle.

Im Kern steht der Entwurf eines neuen Hochhausleitbilds mit dem Namen „Vertikale Resilienz“ – ein prototypischer Ansatz, der Hochhäuser als strategische Instrumente einer nachhaltigen und resilienten Stadtentwicklung neu denkt. Veranschaulicht wird er am bislang unvollendeten Alexander Tower, früher Monarch Tower, der als „SchamAnen Tower“ ein neues Nutzungskonzept erhält.

Der Name ist kein esoterisches Konzept, sondern eine Metapher für eine Neuausrichtung: weg vom rein kommerziellen Luxusprojekt, hin zu einem Leitbild, das Resilienz, Heilung und nachhaltige Stadtentwicklung in den Mittelpunkt stellt. Als Bild erfüllt sie drei Aufgaben – sie übersetzt komplexe Ziele in verständliche Sprache, sie strukturiert Planung und Betrieb entlang wiederkehrender Muster, und sie lässt sich in überprüfbare Kriterien übersetzen: biophile Indizes, Gesundheits-Kennzahlen, Effekte sozialer Netzwerke – kombinierbar mit bestehenden ESG-Kennzahlen.

Ein Haus in drei Welten

Das Nutzungskonzept verteilt die Geschossfläche auf zehn Zonen, gegliedert in Unterwelt, Mittelwelt und Oberwelt. Unten die Wurzelarbeit und die Grundversorgung, in der Mitte das Wohnen und Lernen, oben Gemeinschaft, Erholung und die Versorgung des Hauses mit Energie und Lebensmitteln.

  • Rund 30 % der Fläche sind Wohnen, davon ein Drittel gefördert – etwa für Studierende
  • Rund 20 % sind Resilienz-Zonen, offen für die ganze Stadt
  • Rund 15 % entfallen auf die Ausbildung der Bewohnerinnen und Bewohner
  • Rund 15 % auf Stadtlandwirtschaft und Technik – Dachgarten, Photovoltaik, Speicher

Oberwelt

Stadtlandwirtschaft & Technik15 %
Öffentliche Veranstaltungen5 %
Wellness & Sport5 %
Resilienz-Zone 2 · Zukunft5 %

Mittelwelt

Büro5 %
Ausbildungszone „SchamAnen Tower“15 %
Geförderte Wohnzone, z. B. Studierende10 %
Wohnzone20 %

Unterwelt

Resilienz-Zone 1 · Wurzelarbeit15 %
Grundlebensmittelmarkt5 %

Mutige Innenräume statt Luxus-Kulisse

Die Wohnungen sind bewusst schlicht gehalten: viel Holz, viel Licht, wenig Ablenkung. Die runde äußere Architektur lädt im Innern dazu ein, den Fokus auf das Bewusstsein zu richten statt auf das Materielle. Bilder aus dem Film.

Ziel ist ein Hochhaus, das im Einklang mit natürlichen Prozessen steht und in zentralen Bereichen ein hohes Maß an Autarkie erreicht – nicht nur technokratisch, sondern als Ganzes ein Teil der Natur.

01

Autarkie durch Grundlebensmittelmarkt

Im Erdgeschoss versorgt ein kleiner Markt Bewohnerschaft und Nachbarschaft mit dem täglichen Bedarf – ausschließlich nachhaltige, gesunde, vorzugsweise pflanzliche und lokal erzeugte Produkte.

  • Ein Teil der Lebensmittel wächst im Gebäude selbst: Dachgarten, vertikaler Anbau
  • Bewusster Verzicht auf Konsumverführung – keine Impulskäufe, nur das Sinnvolle
  • Ergänzt durch eine Gemeinschaftsküche mit saisonalen Zutaten
  • Die Zone wird zum ersten „Lehrer“: eine gestaltete Umgebung prägt Entscheidungen
02

Autarkie durch Stadtlandwirtschaft und Technik

Ganz oben entsteht eine Stadtlandwirtschafts-Zone: Dachgarten und Gewächshausmodul für Obst, Gemüse und Kräuter, bewirtschaftet in geteilter Verantwortung.

  • Wer mitgärtnert, bekommt Vorteile im Hausmarkt
  • Photovoltaik an Dach und Fassade, vertikale Windrotoren, Wärmepumpen
  • Rückgewinnung von Abwasserwärme, Regenwassernutzung, Grauwasser-Recycling
  • Rückbaufähige Materialien und digitales Monitoring der Verbräuche
  • Dach- und Fassadenbegrünung senkt die Umgebungstemperatur und mildert Wärmeinseln
03

Autarkie durch Bewusstseinsprozesse

Zwei Resilienz-Zonen, die sich ergänzen: unten die Versöhnung mit der Vergangenheit, oben die Ausrichtung auf eine sinnvolle Zukunft – beide verankert in einem achtsamen Hier und Jetzt.

  • Zone 1 · Unterwelt – Wurzelarbeit: Einzelsitzungen und Seminare zu Krisenbewältigung, seelischer Stabilisierung und dem Umgang mit Klimaangst
  • Zone 2 · Oberwelt – Zukunftsarbeit: Sinnklärung für Menschen und Unternehmen, Visionen für das eigene Quartier
  • Drei Leitmotive oben: die Gegenwart als Geschenk, Vision und Selbstverwirklichung, Dankbarkeit auch für Schmerzhaftes
  • Die Angebote stehen der ganzen Stadt offen – das Hochhaus wird zum Anker seelischer Gesundheit im Viertel

Der Tower arbeitet mit allen drei Naturarten

  • Physisch – alles Konkrete, was lebt und Bestandteil der Erde ist: Bäume, Pflanzen und mehr
  • Prozesse – Abläufe ohne menschliches Zutun: Tag-Nacht-Rhythmus, Wochen- und Monatszyklen, Jahreszeiten, Mondphasen
  • Bewusstsein – die Natur in uns Menschen, mit den drei Zeiten Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

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Sprechen wir über Ihr Projekt

Keynotes, Beratung und Kooperation zu ESG, Vertikaler Resilienz, Architektur und resilienter Stadtentwicklung – Projekte, die Menschen und Städte stärken.